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Erste Schritte bei der Meeresfotografie

Von Anfang an war das Meer eines der Lieblingsmotive von Fotografen. Ganz gleich, ob Sie wilde Wellen oder sanfte Bewegungen des Wassers festhalten möchten, das Meer ist stets ein stimmungsvolles und dramatisches Motiv. Bei der Naturfotografie haben Sie praktisch keinen Einfluss auf die Umgebung. Worauf Sie bei der Meeresfotografie jedoch Einfluss haben, ist das Erscheinungsbild der Wellen in Ihren Aufnahmen. Außerdem sind Aufmerksamkeit und Geduld unerlässlich. Auf den richtigen Moment zu warten, sorgt mitunter für herausragende Ergebnisse.

Nikon D810, Blende 6,3, 6 s, ISO 64, AF-S NIKKOR 14-24 mm 1:2,8G ED

VORBEREITUNGEN

Bei der Meeresfotografie sollten Sie stets die mitunter rauen Bedingungen an der Küste beachten. Stellen Sie sicher, dass Ihre Ausrüstung gut vor Salzwasser, Sand und Wetter geschützt ist. Schützen Sie Ihr Objektiv mit einem Filter. Dieser sorgt dafür, dass die Frontlinse nicht vom Sand verkratzt wird. Informieren Sie sich über Gezeiten und Tidenhub, bevor Sie an die Küste aufbrechen. Änderungen bei den Gezeiten wirken sich auf Wasserbewegung und Wellengang aus. Machen Sie sich ebenso mit dem Wetterbericht vertraut, damit Sie nicht in Wind und Sturm geraten. Nehmen Sie für Aufnahmen nach Einbruch der Dunkelheit eine Stirn- oder Taschenlampe mit, damit Sie den Weg zurück zur Straße finden.

TIPPS FÜR MEERESAUFNAHMEN

Entscheidend für eine Fotografie ist die Wahl des richtigen Bildausschnitts. Wie bei der Landschaftsfotografie sorgen interessante Objekte im Vordergrund für Kontrast, beispielsweise Felsen, ein Steg oder auch Spiegelungen.

Haben Sie keine Scheu davor, nasse oder schmutzige Füße zu bekommen. Mitunter lässt sich Ihr Motiv überzeugender darstellen, wenn Sie dieses von einer anderen Position aus oder in einem anderen Winkel aufnehmen. Am besten nehmen Sie Ihr Motiv mit einem Weitwinkelobjektiv wie dem AF-S NIKKOR 24 mm 1:1,8G ED oder dem AF-S NIKKOR 14-24 mm 1:2,8G ED auf. Eine große Brennweite hilft, ein Gefühl von Raum und Großartigkeit zu erzeugen.

Das Meer lässt sich auf die unterschiedlichsten Arten aufnehmen. Mit unterschiedlichen Belichtungszeiten steuern Sie das Erscheinungsbild der Wasseroberfläche. Beispielsweise fangen Sie mit einer kurzen Belichtungszeit von 1/500 s den Augenblick und die Kraft des Meeres ein. Mit einer langen Belichtungszeit wie beispielsweise 1/2 s lässt sich die Bewegung des Wassers festhalten. Mit Belichtungszeiten über 1 Sekunde erzeugen Sie einen milchigen oder nebelartigen Effekt. Damit bringen Sie Ruhe und Gelassenheit ins Bild.

Bei Aufnahmen an der Küste wollen Sie stets alles scharf abbilden. Mit einer Blende von höchstens 8 haben Sie sowohl den Vorder- als auch den Hintergrund im Fokus.

Es empfiehlt sich stets, die Kamera auf einem Stativ anzubringen, wenn Sie das Meer mit langen Belichtungszeiten oder nach Sonnenuntergang fotografieren möchten. Schärfe ist hierbei unerlässlich. Ein Stativ sorgt für Stabilität und verhindert damit verwackelte Aufnahmen. Platzieren Sie Ihr Stativ an der Küste sicher auf dem Boden, damit die Brandung dieses nicht bewegt oder sogar umwirft. Überprüfen Sie Ihre Bilder nach der Aufnahme stets auf unerwünschte Bewegungsunschärfe.

VERWENDEN VON FILTERN

Filter schützen nicht nur die vordere Linse Ihres Objektivs. Sie können auch zur Verbesserung der Bildqualität beitragen.

Die beiden bei der Landschafts- und Meeresfotografie am häufigsten eingesetzten Filter sind Neutralgrauverlaufsfilter (Graduated Neutral Density, GND) und Grauverlaufsfilter (Neutral Density, ND). GND-Filter kommen in der Regel in Situationen mit hohem Kontrast zum Einsatz, beispielsweise wenn der Himmel wesentlich heller ist als der Vordergrund. Der Filter gleicht die Helligkeitsunterschiede aus und sorgt für eine ausgeglichene Belichtung. ND-Filter verringern den Lichteinfall in die Kamera und ermöglichen somit die Verwendung längerer Belichtungszeiten. Außerdem können Sie mit diesem Filter größere Blenden verwenden, die eine geringere Tiefenschärfe erzeugen.

Es gibt kein Patentrezept für Meeresaufnahmen. Experimentieren Sie mit dem Bildausschnitt und den Einstellungen. Der richtige Moment kommt dann ganz von selbst.