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Die »Blaue Stunde«

AUFNAHMEN WÄHREND DER »BLAUEN STUNDE«

Der Begriff »Blaue Stunde« bezeichnet die Zeit kurz vor Sonnenaufgang bzw. kurz nach Sonnenuntergang. Die »Blaue Stunde« wird in der Regel mit romantischer Stimmung in Verbindung gebracht und ist bekannt für ihre dramatische Wirkung in Filmen und Fotografien.

Nikon D7000, Blende 29, 30 s, ISO 100, AF-S DX NIKKOR 18-200 mm 1:3,5-5,6G ED VR II

DIE »BLAUE STUNDE«

Hierbei handelt es sich um die Zeit, während der der Himmel vornehmlich tiefblau erscheint und das Licht weich genug ist, dunkle Motivbereiche ohne zusätzliche Lichtquelle zu betonen. Verantwortlich für diesen Effekt ist die Rayleigh-Streuung. Hierbei handelt es sich um die Streuung des Lichts durch Partikel, die kleiner sind als die Wellenlänge des sichtbaren Lichts. Auch dass der Himmel blau erscheint, ist auf diesen Effekt zurückzuführen.

Sobald die Sonne sechs Grad unter den Horizont sinkt, erreichen ihre Lichtstrahlen nicht mehr direkt den Boden, erhellen jedoch die obere Atmosphäre. Dies wird auch als »Bürgerliche Dämmerung« bezeichnet. Während dieser Zeit durchläuft rotes Licht, welches einer längere Wellenlänge aufweist als blaues, die Atmosphäre. Blaues Licht dagegen wird in der Luft diffus gestreut und sorgt so für die intensive Färbung des Himmels.

Morgens geht die »Blaue Stunde« zu Beginn der »Bürgerlichen Dämmerung« der »Goldenen Stunde« voran. Sie beginnt ca. 30 Minuten vor Sonnenaufgang. Abends folgt die »Blaue Stunde« am Ende der »Bürgerlichen Dämmerung« auf die »Goldenen Stunde« und beginnt ca. 10 bis 15 Minuten nach Sonnenuntergang.

BELIEBTE MOTIVE

Bei der Fotografie zur »Blauen Stunde« handelt es sich um eine leicht zu erlernende Kunst, da Sie nicht mit grellem Licht oder tiefen Schatten in Ihren Aufnahmen kämpfen müssen. Die »Blaue Stunde« eignet sich perfekt für Landschafts-, Stadt- und Porträtaufnahmen, da das sanfte Licht für eine erhabene Stimmung in Ihren Aufnahmen sorgt.

ANLEITUNG FÜR DIE FOTOGRAFIE WÄHREND DER »BLAUEN STUNDE«

Wenn Sie bisher noch nicht während der »Blauen Stunde« fotografiert haben, finden Sie hier einige Tipps für die ersten Schritte.

• Wann die »Blaue Stunde« stattfindet, hängt vom geografischen Standort ab. Informieren Sie sich daher, wann die Sonne vor Ort auf- bzw. untergeht.
• Planen Sie voraus, damit Sie den gewünschten Ort frühzeitig erreichen. Sie sollten ausreichend Zeit für die Vorbereitung Ihrer Ausrüstung einplanen.
• Bringen Sie Ihre Kamera stabil auf einem Stativ an. Wählen Sie einen Bildausschnitt mit dem Horizont als Hintergrund.
• Legen Sie die ISO-Einstellung so niedrig wie möglich fest, um Körnung und Bildrauschen in der Aufnahme zu verhindern.
• Während der »Blauen Stunde« müssen Sie eine längere Belichtungszeit wählen, um Ihre Aufnahmen korrekt zu belichten. Bei Aufnahmen mit Blendenautomatik oder im manuellen Modus können Sie die Belichtungszeit selbst festlegen.
• Verwenden Sie einen Fernauslöser oder den Selbstauslöser der Kamera, um ein scharfes Bild zu erhalten. Das Drücken des Auslösers kann dazu führen, dass sich die Kamera bewegt und dadurch die Aufnahme unscharf wird.
• Machen Sie stets einige Testaufnahmen und überprüfen Sie das Histogramm, um sicherzustellen, dass weder helle Bildbereiche noch die Schatten überbetont werden.

Experimentieren Sie bei Verwendung einer D-SLR mit HDR (High Dynamic Range)-Fotografie. Ein HDR-Bild besteht aus mehreren Aufnahmen bei unterschiedlichen Belichtungsstufen, die während der Nachbearbeitung zusammengefügt werden. Einige D-SLRs von Nikon sind mit einer integrierten HDR-Funktion ausgestattet, durch die ein Motiv mit Mehrfachbelichtung aufgenommen wird und die HDR-Fotografie noch in der Kamera zusammengesetzt wird.