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Tief in das Thema eintauchen

Es ist absolut wichtig, sich intensiv mit dem Thema, das Sie fotografieren wollen, zu befassen. Gerade bei der Sportfotografie ist es wichtig, die Regeln und die technischen Aspekte des Sports zu begreifen, um die besten Aufnahmen zu machen. Dazu gehört es auch, den richtigen Moment zu erfassen. Aktionsgeladene Sportfotografie erfordert schnelle Reaktionen und man kann es sich nicht leisten, etwas zu verpassen. Deshalb ist es auch so wichtig, sich vorher mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben. Manchmal hilft es auch, wenn man einfach mitmacht, und das ist etwas, was ich häufiger tue, besonders, wenn ich Kletterer fotografiere. Ich lerne aber auch gerne die Sportler selbst kennen, die ich fotografiere, und über die Jahre habe ich mit einigen davon eine enge Beziehung aufgebaut. Es ist unglaublich wichtig, ihr Vertrauen zu gewinnen. Erst dadurch wird man zu einem echten Insider und kann kreative Konzepte umsetzen.

Neue Perspektiven suchen

Es ist auch wichtig, neue Perspektiven zu suchen und sich von der Umgebung inspirieren zu lassen. Kreativität ist Trumpf, es ist immer gut, etwas Neues zu bringen. Ihre Aufnahmen sollten sich von denen anderer absetzen. Hier sind Mut und Risikobereitschaft gefragt, Sie werden es nicht bereuen. Eine Möglichkeit, einen neuen Blickwinkel einzunehmen ist es, ferngesteuerte Kameras einzusetzen. Das mache ich gerne, wenn ich Sportarten wie Klettern fotografiere. Ferngesteuerte Kameras ermöglichen Aufnahmen aus Winkeln, die rein körperlich kaum zu machen wären, und außerdem kann man damit aus mehreren Positionen gleichzeitig aufnehmen. Das ist aber noch nicht alles. Wenn ich zum Beispiel Kletterer fotografiere, dann bringt es nichts, wenn ich vom Boden aus aufnehme. Um die besten Aufnahmen zu machen, lasse ich mir von den Athleten ihre eigenen Fähigkeiten beibringen. Als ich selbst zum Kletterer wurde, konnte ich einige fantastische Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln aufnehmen. Dazu gehört auch eines meiner Lieblingsbilder, bei dem ich an einer 910 Meter hohen, steil abfallenden Felswand El Capitan im Nationalpark Yosemite hänge.

Eins werden mit der Ausrüstung

Oft bleiben nur wenige Sekunden Zeit, um die perfekte Aufnahme zu machen. Sie sollten also genau wissen, was Sie in diesem einen Moment tun müssen. Machen Sie sich vorher mit der Ausrüstung vertraut, damit Sie genau wissen, welche Kamera, welches Objektiv und welche Einstellung Sie verwenden müssen. Was ich an meinen Nikon-Kameras besonders liebe ist, dass ich fast alles tun kann, was ich möchte, ohne dass ich den Blick vom Sucher nehmen muss. Das ist besonders ideal, wenn ich Sportfotografien mache, da ich es mir nicht leisten kann, auch nur einen Moment zu verpassen. Es ist wichtig, dass man die einzelnen Funktionen genau kennt und was in welcher Situation am besten funktioniert. Der Gebrauch der Kamera sollte selbstverständlich werden.

Vorbereitung ist alles

Es ist aber auch von vorrangiger Bedeutung, sich vorher mit den verschiedenen Aspekten des Fotoshootings vertraut zu machen: die Location, das Timing, das Thema und wie alle Teile zusammenpassen. Wer gut vorbereitet ist, der erledigt seine Arbeit auch besser, und dann wird es ganz einfach, die besten Aufnahmen zu machen.  Wenn Sie sich gut vorbereiten und Ihre Ideen mit den Zielpersonen durchsprechen, kann das unglaublich hilfreich sein, weil sie dann alles geben werden, damit Sie die beste Aufnahme machen können. Je besser Sie vorbereitet sind, desto mehr Zeit bleibt Ihnen, um flexibel auf die sich verändernden Situationen zu reagieren.

Leichtgewichtsklasse

Bei der Fotografie von Abenteuer-Sportarten ist es wichtig, auf die richtige Ausrüstung zu achten. Das Letzte, was Sie wollen ist, dass Ihre Ausrüstung Sie verlangsamt, im Weg ist oder den Geist aufgibt. Wenn Sie also wissen, dass Sie auf einen Berg klettern müssen oder Klippenspringer fotografieren werden, dann achten Sie darauf, dass Sie nur die allernotwendigste Ausrüstung mitnehmen. Das macht die ganze Sache sehr viel einfacher. Zugegeben, auch mir fällt es manchmal schwer, auf einige Dinge zu verzichten. Ich möchte am liebsten immer das beste Werkzeug für den Job mitnehmen, aber es ist auch wichtig, die Ausrüstung an das Shooting anzupassen. Deshalb halte ich mich an die alte Alpinistenregel, möglichst wenig Gepäck mitzunehmen.

Flexibilität ist Trumpf

Sie sollten auf jeden Fall eine Vorstellung von der Aufnahme haben, die Sie fotografieren wollen. Eine Vision zu haben und/oder diese zu entwickeln ist der Schlüssel zur kreativen und erfolgreichen Fotografie, unabhängig davon, um welches Thema es gerade geht. Aber auch Flexibilität und eine Offenheit gegenüber dem, was um uns herum gerade geschieht, ist von Bedeutung. Manchmal beginne ich mit einem bestimmten Bild in meinem Kopf. Wenn ich dann mit einem Sportler rede, ändert sich oft die ganze Perspektive. Sie sind es, die einem häufig die besten Ideen geben und wir müssen diese dann einfach nur noch umsetzen.