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Elenas Hochzeitsbräuche in Italien

Der geschenkte Brautstrauß

In Italien gibt es unterschiedliche Traditionen und Vorstellungen davon, wer den Brautstrauß kaufen sollte.
Heute ist es üblich, dass der Brautstrauß der Braut von ihrem Bräutigam übergeben wird und damit das letzte Geschenk an seine Verlobte ist, das er ihr macht, bevor sie seine Frau wird.

Die Braut darf dabei die Farben und die Blumen auswählen, da sie zur Deko und zu ihrem Kleid passen sollten, die ihr Bräutigam ja bis zur Zeremonie nicht zu Gesicht bekommt. Obwohl der zukünftige Ehemann den Brautstrauß nicht sehen kann, obliegt es ihm, die Rechnung zu begleichen und sicherzustellen, dass der Strauß am Tag der Hochzeit rechtzeitig geliefert wird.
Im Norden Italiens überbringt der Bräutigam den Brautstrauß oft selbst seiner zukünftigen Frau. Da es als schlechtes Omen gilt, wenn er die Braut vor der Hochzeit sieht, wartet er vor der Kirche auf sie, bevor er sich für die Zeremonie am Altar aufstellt.

Im Süden Italiens ist es oft die Mutter des Bräutigams, die sich um den Brautstrauß kümmert und mit diesem Geschenk die Braut in der Familie willkommen heißt.

Beide Traditionen werden jedoch kaum mehr ausgeübt, da die Bräute es heute einfach praktischer finden, sich den Brautstrauß selbst auszusuchen, und sie wissen, was ihnen gefällt.

Kotey und Mickaela (Italien) achten die Tradition, dass der Bräutigam der Braut den Strauß schenkt. Das Bild wurde von der professionellen Hochzeitsfotografin Nadia Meli aufgenommen. Sie fotografierte mit einer D850 und dem AF-S NIKKOR 24 mm 1:1,4G ED-Objektiv.

Die Braut und der Spiegel

In vielen Teilen der Welt gilt es als schlechtes Omen, wenn der Bräutigam die Braut vor der Zeremonie zu Gesicht bekommt. Da macht auch Italien keine Ausnahme und diese Tradition wird von den Paaren im Land auch heute noch sehr ernst genommen. In vielen Teilen des Landes sollten die zukünftigen Eheleute sich nicht einmal am Tag vor der Hochzeit begegnen.

Was Sie aber vermutlich nicht wissen, ist, dass es auch der Braut in bestimmten Regionen Italiens verboten ist, sich selbst zu sehen. Eine alte Tradition, die ursprünglich im Süden Italiens geachtet wurde, besagt, dass die Braut sich nicht im Spiegel ansehen darf, während sie für die Zeremonie gekleidet und geschmückt wird. Sie muss dabei sehr vorsichtig sein und jegliche Art von Spiegel vermeiden, bevor sie ihr Kleid anzieht, und zwar nicht nur am Tag der Hochzeit, sondern auch in den Tagen davor, oder ihre Ehe wird ihr kein Glück bringen.

Wenn sie jedoch einen Blick riskieren und ihre Ausstattung überprüfen möchte, dann muss sie zunächst ein Accessoire ausziehen. Das ist der Grund dafür, warum italienische Bräute sich oft barfuß im Spiegel betrachten. Alternativ können sie aber auch einen Ohrring oder einen Handschuh ausziehen. 

Mickaela (Italien) trägt nur einen Ohrring, während sie sich im Spiegel betrachtet, um das Glück nicht auf die Probe zu stellen. Das Bild wurde von der professionellen Hochzeitsfotografin Nadia Meli aufgenommen. Sie fotografierte mit einer D850 und dem AF-S NIKKOR 35 mm 1:1,4G-Objektiv.