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NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7: Getestet und für gut befunden

Monika Grabkowska6 Minuten Lesezeit22 Mai 2026Getestet und für gut befunden
Nikon magazine - Monika Grabkowska tried and tested the NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7

Die Food-Fotografin Monika Grabkowska probiert das neue lichtstarke DX-Festbrennweitenobjektiv von Nikon aus und gibt Tipps und Techniken, um Bilder auf ein neues Level zu heben

Ich habe mich schon immer für Essen interessiert. Meine Mutter war eine große Inspiration für mich – sie hat leidenschaftlich gern gekocht und mir so einen warmen Zugang zu Lebensmitteln vermittelt, der alle Sinne anspricht. Später habe ich Lebensmittelwissenschaft und -technologie studiert, was meine heutige Sichtweise auf Lebensmittel geprägt hat. Deshalb war ich besonders gespannt darauf, das NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7 auszuprobieren. Ich liebe einfache Bildkompositionen, bei denen Licht, Texturen und Farben die Stimmung bestimmen. So entstehen Bilder, die ehrlich, natürlich und greifbar wirken. Deshalb wollte ich herausfinden, ob mir dieses Objektiv genau diese kreative Freiheit bietet.

Nikon magazine - Monika Grabkowska tried and tested the NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7
Nikon magazine - Monika Grabkowska tried and tested the NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7
Das Hauptmotivelement wurde bewusst weich gehalten, der Hintergrund blieb heller. Die Pflanze knapp außerhalb des Bildausschnitts erzeugte einen Schatten, der dem Bild zusätzlichen Charakter verlieh. Die Bildgestaltung ist bewusst zart, frisch und sommerlich gehalten. Sanfte Rosatöne kombiniert mit Kiwi-Scheiben sorgen für Kontrast und zusätzliche Leuchtkraft. Nikon Z50II + NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7, 1/250 s, f/8, ISO 100 ©Monika Grabkowska
Erste Eindrücke

Was mir zuerst auffiel, war, wie klein und leicht das Objektiv ist. Gleichzeitig wirkt es hochwertig und robust verarbeitet. Für das Shooting habe ich natürliches Tageslicht an einem hellen, sonnigen Tag genutzt, um das saisonale Feeling des Themas zu verstärken und Farben sowie Texturen möglichst natürlich herauszuarbeiten. Mir hat besonders gefallen, dass ich mit diesem Objektiv ganz nah herangehen und die Textur hervorheben konnte. Durch Anpassen der Blende und und indem ich das Licht mit einem Diffusor weicher gemacht habe, gelang es mir, die Details scharf abzubilden – und dabei gleichzeitig einen weichen, natürlichen Look zu bewahren. Die Brennweite von 35 mm (entspricht etwa 50 mm im Vollformat) hat mich dazu gebracht, mehr über Bildkomposition und Storytelling nachzudenken, anstatt nur einzelne kleine Details aus der Distanz zu isolieren. Dadurch wirkten die Bilder deutlich unmittelbarer, als ich es gewohnt war.

Das Fotoshooting

Ich wollte ein Setup, das eine Vielzahl an Texturen und Farben bietet, um das Objektiv gezielt bei Nahaufnahmen in Lifestyle-orientierten Kompositionen zu testen. Inspiriert von Frühling und Sommer dachte ich an Waffeln mit Obst – farbenfroh, frisch und visuell ansprechend, also genau die Art von Essen, die man sofort mit warmen, sonnigen Tagen verbindet. Für sich genommen sind sie bereits interessant, doch mit Schlagsahne und Honig werden sie zu einem idealen Motiv für die Food-Fotografie – perfekt aus jeder Perspektive, ob als Nahaufnahme, Flat-Lay oder aus einem 90°-Winkel. Die Kombination aus leuchtenden Beeren, cremiger Sahne und knusprigen Waffeln sorgt für eine harmonische Balance aus Farben und Texturen, die auf Fotos wunderbar zur Geltung kommt.

Nikon magazine - Monika Grabkowska tried and tested the NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7
Nikon magazine - Monika Grabkowska tried and tested the NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7
Der enge Bildausschnitt betont die Textur und die Details der Waffel – die schmelzende Butter bringt zusätzliche Bewegung ins Bild. Die Aufnahme wurde aus einem Winkel von 45° mit natürlichem Seitenlicht gemacht, das durch einen Diffusor gemildert wurde. Das Motiv wird aus nächster Nähe eingefangen, sodass die Details scharf bleiben und gleichzeitig ein weicher, natürlicher Look entsteht. Nikon Z50II + NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7, 1/250 s, f/9, ISO 400. ©Monika Grabkowska
Durchgängige Lichtstärke von 1:1,7

Eines der ersten Dinge, die mir auffielen, war, wie viel Flexibilität die sehr hohe Lichtstärke von 1:1,7 des Objektivs mir bei meiner Herangehensweise bot. Ich arbeitete meist mit Blenden zwischen f/4 und f/10, um mehr Details einzufangen und die Tiefenschärfe zu kontrollieren – die Möglichkeit, eine so große Blendenöffnung zu nutzen, ermöglichte mir jedoch auch das Fotografieren aus der Hand. Ich konnte den ISO-Wert bei 100 halten und eine kürzere Verschlusszeit verwenden, was das Fotografieren erheblich vereinfachte. Ich musste mir keine Gedanken über Bewegungsunschärfe oder Rauschen machen. Da ich bei schönem Tageslicht gearbeitet habe, musste ich die Szene nicht zusätzlich beleuchten, was das Shooting sehr entspannt und natürlich wirken ließ. Dank der Kombination aus hoher Lichtstärke und gutem Tageslicht konnte ich mit verschiedenen Perspektiven experimentieren, näher an das Motiv herangehen und mich ganz auf das Styling konzentrieren. Außerdem konnte ich fließenden Honig klar und deutlich einfangen, was dem Bild eine zusätzliche Dynamik verleiht und die Aufnahmen noch appetitlicher wirken lässt.

Nikon magazine - Monika Grabkowska tried and tested the NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7
Nikon magazine - Monika Grabkowska tried and tested the NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7
Starkes natürliches Gegenlicht betont die Farben und Texturen – der Honig wirkt dabei warm und sommerlich. Die Nahaufnahme lenkt den Blick stärker auf das Motiv, die Flat-Lay-Komposition hält dabei alles clean und strukturiert. Nikon Z50II + NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7, 1/1250 s, f/5.6, ISO 100 ©Monika Grabkowska
Brennweite von 35 mm

Die Brennweite von 35 mm, die einem Bildwinkel von etwa 50 mm im Vollformat entspricht, eignet sich sehr gut für Food-Fotografie, da sie eine gute Balance zwischen Nahfokussierung und natürlicher Perspektive bietet – ganz ohne Objektivwechsel. Man kann damit Porträts umsetzen, bei denen Kontext und Farbe im Vordergrund stehen, was besonders gut für Lifestyle-Kompositionen funktioniert. Ebenso lassen sich weitere Bildausschnitte gestalten, die sich hervorragend eignen, um die Bildwirkung und Stimmung rund um das Hauptmotiv einzufangen. So wirken die Bilder natürlicher und lebendiger. Da es sich um ein Makroobjektiv handelt, kann man ganz nah herangehen, um alle Details und Texturen des Motivs auf sehr natürliche Weise einzufangen – wie zum Beispiel die Knusprigkeit der Waffeln, die schmelzende Butter, die Cremigkeit der Sahne und die Frische des Obstes.

Nikon magazine - Monika Grabkowska tried and tested the NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7
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Ich wollte so nah wie möglich herangehen und das Gericht dennoch als Ganzes zeigen. Die Aufnahme aus einem 45°-Winkel und ein kleiner sichtbarer Anteil des Hintergrunds schaffen Kontext, ohne vom Motiv abzulenken – deshalb funktionierte das Querformat hier besonders gut. Nikon Z50II + NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7, 1/200 s, f/10, ISO 100 ©Monika Grabkowska
Fotografieren im DX-Format

Die Arbeit mit der Nikon Z50II fühlte sich deutlich anders an als mein gewohntes Vollformat-Setup mit der Nikon Z 7, allerdings im positiven Sinne. Das DX-Format sorgte für ein etwas engeres Sichtfeld, was sich besonders in der Food-Fotografie als sehr vorteilhaft erwiesen hat. Außerdem hatte ich bei Nahaufnahmen mehr Flexibilität und konnte stärker mit Details und Bildkomposition experimentieren. Dadurch wirkten die Szenen insgesamt fokussierter.

Die besten Einsatzmöglichkeiten

Ich würde dieses Objektiv definitiv allen empfehlen, die sich für Food- und Makrofotografie interessieren. Es ist sehr vielseitig und eignet sich sowohl für detaillierte Nahaufnahmen als auch für weiter gefasste, kontextuelle Bildkompositionen. Ich habe es mit der Nikon Z50II verwendet, die ebenfalls sehr leicht ist und fast wie eine Kompaktkamera wirkt, dabei aber viele Funktionen eines Vollformatsystems bietet. Insgesamt bieten Kamera und Objektiv eine hervorragende Balance zwischen Benutzerfreundlichkeit und kreativer Flexibilität, wodurch sie sich sowohl für Einsteiger:innen als auch für erfahrene Fotograf:innen ideal eignen. Auch wenn ich das Shooting etwas anders und experimenteller angegangen bin, konnte ich starke, hochwertige und professionell wirkende Ergebnisse erzielen.

Nikon magazine - Monika Grabkowska tried and tested the NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7
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Links/oben: Die Kombination aus minimalistischem Styling und starkem Seitenlicht hebt Farbe, Textur und Form der Lebensmittel so hervor, dass das Bild klar, grafisch und zugleich ansprechend wirkt. Nikon Z50II + NIKKOR Z DX MC 35mm f/1.7, 1/400 s, f/7.1, ISO 400. Rechts/unten: Dieses Bild wurde im Szenenmodus mit der Einstellung „Food“ aufgenommen, um die automatischen Kamerafunktionen zu testen. 1/400 s, f/5.6, ISO 100 ©Monika Grabkowska
Monikas zehn Top-Tipps

  1. Gute Beleuchtung bringt Texturen zur Geltung. Wenn das Licht zu weit entfernt ist, kann das Essen leblos wirken, aber das Gleiche passiert auch, wenn überhaupt keine Schatten vorhanden sind. Deshalb ist es wichtig, die richtige Balance zu finden. Probiert verschiedene Lichtrichtungen aus, zum Beispiel Seitenlicht oder Gegenlicht. Ich verwende oft einen transparenten Vorhangstoff, um das Licht weicher zu machen und es kreativ zu formen.

  1. Texturen sind das, was Essen interessant wirken lässt, und Nahaufnahmen sollten genau diese Details betonen. Ein spezielles Makroobjektiv hilft, diese kleinen Details so einzufangen, dass beim Betrachter beinahe eine sinnliche Reaktion hervorgerufen wird.

  1. Frische ist in der Food-Fotografie entscheidend, besonders in der Makrofotografie, weil dort jedes Detail sichtbar wird, selbst kleinste Makel. Außerdem reflektieren frische Lebensmittel das Licht besonders schön. Man kann diesen Effekt verstärken, indem man Obst, Kräuter oder Gemüse mit Wasser besprüht oder sie vorher in kaltes Wasser legt.

  1. Lenkt den Blick des Betrachters mithilfe von Ebenen, Tiefe und selektiver Fokussierung gezielt auf die appetitlichsten Bereiche des Gerichts, und vermeidet es, das Bild mit zu vielen Requisiten zu überladen. Wenn man das Styling bewusst schlicht hält, lässt sich Negativraum nutzen, um die Aufmerksamkeit stärker auf das Essen zu lenken.

  1. Das Styling ist entscheidend. Kleine Anpassungen, wie etwa die Anordnung des Obstes, der Fluss des Honigs oder die Form der Sahne, machen einen großen Unterschied. Verwendet Requisiten nur dann, wenn sie wirklich einen Zweck erfüllen. Eine Blume in einer Vase kann zum Beispiel einen schönen Schatten im Hintergrund werfen.

  1. Schichtet die Zutaten, um Tiefe und Kontraste zu erzeugen. Schon etwas so Einfaches wie Puderzucker oder zerkleinerte gefriergetrocknete Himbeeren kann für zusätzliche Textur sorgen und das Bild interessanter machen.

  1. Achtet auf Kanten und Formen. Durch behutsames Formen der Sahne oder gezieltes Platzieren des Obstes lässt sich Essen in seiner natürlichsten Form zeigen, wodurch die Cremigkeit oder Saftigkeit stärker zur Geltung kommen.

  1. Die Tiefenschärfe spielt in der Makrofotografie eine entscheidende Rolle. Deshalb sollte man genau überlegen, was tatsächlich scharf sein soll. Bei f/4 fing ich den fließenden Honig ein – meine Hände erscheinen dabei leicht unscharf. Mit f/9 hielt ich die weiche Struktur der schmelzenden Butter auf einer Waffel fest; in einer anderen Aufnahme sorgte f/10 in Kombination mit einem steileren Winkel für durchgehende Schärfe.

  1. Wenn man den Farbkreis versteht, kann man die richtigen Requisiten auswählen und eine harmonische Szene gestalten. Ich habe mit einer warmen, sanften Farbpalette gearbeitet und für den Hintergrund Sand- und Rosatöne sowie eine kühle graue Tischdecke gewählt, damit die Kulisse nicht vom Essen ablenkt.

  1. Auch wenn die hohe Lichtstärke von f/1.7 ideal ist, um aus der Hand zu fotografieren und kreativ zu experimentieren, solltet ihr dennoch ein Stativ verwenden. Dieses hilft dabei, für durchgehende Schärfe zu sorgen, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen oder bei Aufnahmen mit sehr geringer Tiefenschärfe.

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