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Nessas Hochzeitsbräuche aus Frankreich

Lavendel

In der Provence ist der Lavendel fester Bestandteil unzähliger Traditionen rund um die Hochzeitsfeier. Diese Pflanze gilt als Symbol für Glück und Zufriedenheit, sodass sie vom Brautpaar oft auf unterschiedlichste Art und Weise in die Zeremonie eingebunden wird.

Um die Braut und den Bräutigam gebührend zu feiern, wird das Brautpaar oft am Ende der Zeremonie mit Lavendelblüten beworfen. Auch, wenn immer häufiger Reis oder Getreide den traditionellen Lavendel ablösen, entscheiden sich viele Paare dennoch dafür, diese alte französische Tradition aufrechtzuerhalten. Dabei handelt es sich um einen wunderschönen Brauch, mit dem man dem jungen Paar auf dem Weg ins gemeinsame Leben Glück wünscht.

Ebenfalls in der Provence legt man dem frisch verheirateten Paar ein Bouquet Lavendelblüten unter die Matratze, um Glück und Leidenschaft in ihrer Ehe zu fördern. Auch in der Aussteuertruhe findet sich ein kleiner Beutel mit Lavendel, der dem Paar Glück und viele Kinder bescheren soll.

Einige Bräute flechten den Lavendel auch direkt in ihren Kopfschmuck ein. Außerdem gilt es als Zeichen nie enden wollenden Glücks, dem frisch verheirateten Paar ein Bouquet mit Lavendelblüten zu übergeben.

Marie (Frankreich) trägt einen Lavendelkranz. Diese Blüten stehen für eine glückliche und zufriedene Ehe. Das Bild wurde von Chloé Lapeyssonnie, einer professionellen Hochzeitsfotografin, mit einer D850 und dem AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,4G-Objektiv aufgenommen.

Schönes Wetter am Hochzeitstag

Das Wetter gehört zu den wenigen Dingen, die das Hochzeitspaar nicht im Voraus planen kann. Um dafür zu sorgen, dass es beständig bleibt und es nicht regnet, lassen abergläubische Bräute und ihre Angetrauten einige alte Traditionen wieder aufleben. Im Norden von Frankreich bieten Brautpaare St. Claire einige Eier als Opfergabe dar. Das Ei-Opfer, Symbol für Leben und Fruchtbarkeit, wird in der Regel in einem Kloster durchgeführt, das dieser Heiligen gewidmet ist, die auch als Beschützerin des häuslichen Friedens gilt. Da man den Namen der Heiligen, St. Claire, auch als „klare Sicht“ interpretieren kann, geht man davon aus, dass sie ihren Einfluss auch auf das Wetter am Hochzeitstag geltend machen wird. Heute werden in der Regel mehr „Papier-Eier“ gespendet und im Gegenzug verpflichten sich die Klosterschwestern dazu, für gutes Wetter zu beten.

Die französische Braut Marie bietet St. Claire Eier als Opfergabe dar, um für gutes Wetter am Tag ihrer Hochzeit zu bitten. Das Bild wurde von Chloé Lapeyssonnie, einer professionellen Hochzeitsfotografin, mit einer D850 und dem AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,4G-Objektiv aufgenommen.

La danse de la brioche (Der Tanz der Brioche)

Ein beliebter Hochzeitsbrauch in Vendée ist der Tanz der Brioche. Die Patentante oder der Patenonkel von einem der Frischvermählten spenden dabei eine riesige, etwa 15 kg schwere Brioche. Der Bräutigam muss dann während des Abendessens die Brioche herumtragen und einen Tanz vorführen, der ihm viel Kraft, Rhythmusgefühl und Balance abfordert. Dann werden auch die anderen Männer im Saal aufgefordert, mit der Brioche zu tanzen, die dann den weiblichen Hochzeitsgästen übergeben wird, nachdem man die Mitte herausgeschnitten hat. Nach dem letzten Tanz wird die Brioche dann gemeinsam von den Hochzeitsgästen verzehrt.

Marie und Nicolas (Frankreich) führen den Tanz der Brioche auf. Das Bild wurde von Chloé Lapeyssonnie, einer professionellen Hochzeitsfotografin, mit einer D850 und dem AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,4G-Objektiv aufgenommen.