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I AM Chloé Lapeyssonnie, Hochzeitsfotografin

Als Chloé vor sieben Jahren ihre Karriere als Hochzeitsfotografin begann, hätte sie nie gedachte, wie viele wundervolle und aufregende Erlebnisse vor ihr lagen. Im Laufe der Jahre hat sie bereits über einhundert Hochzeiten in Frankreich und Europa fotografiert. Sie hat andere Länder besucht, verschiedene Hochzeitsbräuche kennengelernt und wunderbare Menschen getroffen. Als leidenschaftliche Geschichtenerzählerin ist Chloés Ansatz in der Hochzeitsfotografie radikal modern und nicht invasiv. Sie begrenzt die gestellten Fotografien auf ein Mindestmaß und zieht es vor, ganz spontan den Moment zu fotografieren, unabhängig davon, ob es sich um kleine oder große Ereignisse handelt.
Chloe Lapeyssonnie

Frage&Antwort

Wie kamen Sie zur Hochzeitsfotografie?
Meine Karriere als Fotografin begann in der Musikindustrie, wo ich Bands auf und hinter der Bühne aufgenommen habe. Erst als ich angeboten habe, die Hochzeit eines meiner besten Freunde zu fotografieren, habe ich meine Liebe zur Hochzeitsfotografie entdeckt. Auf einmal lernte ich eine neue Welt kennen, die von Lachen, Tränen, Küssen, Tänzen und Umarmungen geprägt war, und ich habe mich spontan für die Vielfalt und die Herausforderungen begeistert, die eine Hochzeitsfeier für einen Fotografen bereithält.
Als Hochzeitsfotografin muss man den ganzen Tag lang extrem aufmerksam bleiben, um wirklich jeden wichtigen Moment zu erfassen. Gleichzeitig ist aber auch Kreativität gefragt, um die bestmöglichen Porträts aufzunehmen, ein Blick für das Gesamtbild, um alle Details mit einzubeziehen, die das Paar vorbereitet hat, und man muss sich der Wirkung von Tageslicht und Kunstlicht bewusst sein. Als Hochzeitsfotograf wird es einem nicht langweilig.

Welchen Hochzeitsbrauch nehmen Sie am Liebsten auf?
Ich finde es immer noch am schönsten, wenn das Brautpaar, einer nach dem anderen, zu Beginn der Zeremonie durch den Mittelgang hereinkommt. Das ist für mich der Höhepunkt des Tages, denn in diesem Moment wird die ganze Bandbreite der Gefühle deutlich. Ich liebe es, den Ausdruck von Aufregung, Stress, Stolz und überschäumender Liebe auf den Gesichtern der Paare aufzunehmen, aber auch den auf den Gesichtern der Verwandten und Freunde, die mit ihnen feiern. Für das Paar ist es das erste Mal, dass sie sich gegenseitig in ihrer vollen Hochzeitsmontur sehen, und es ist der Moment, in dem ihm bewusst wird, dass sie jetzt wirklich heiraten. Sie haben beide so lange auf diesen Moment hingefiebert. Manch einem rollt eine Träne über die Wange, andere weinen richtig. Einige lachen nervös auf, andere wiederum sind extrem gefasst und ruhig. Vielen kann man aber auch den Stolz und die Freude problemlos ansehen. Diese ungefilterten Gefühle mit der Kamera zu erfassen, macht mich unglaublich glücklich.

Was ist für Sie die größte Herausforderung, wenn Sie eine Hochzeit fotografieren?
Es kann ganz schön anstrengend sein, den ganzen Tag über aufmerksam und konzentriert zu bleiben, denn ich arbeite oft über 12 Stunden lang. Bei einer Hochzeit erlaube ich mir keine Pausen, denn irgendwo ist immer irgendetwas los. Wenn Sie wirklich den Tag als Ganzes erfassen möchten, dann müssen Sie ein Gefühl dafür entwickeln, was um Sie herum vorgeht. Ich fotografiere oft mit geöffneten Augen, damit ich beobachten kann, was hinter dem Bildausschnitt gerade passiert. So kann es zum Beispiel vorkommen, dass ich eine Braut fotografiere, die am Ende der Zeremonie einen Freund umarmt, aber indem ich aufmerksam bleibe entgeht mir auch nicht, wie der Bräutigam gerade in den Armen seines Vaters von Rührung übermannt wird. Ich sehe immer zu, dass ich den perfekten Moment, das richtige Licht und den idealen Blickwinkel erfasse, während ich gleichzeitig darauf achten muss, dass die Aufnahme technisch korrekt ist. Das ist nicht immer einfach, aber ich liebe diese Herausforderung.