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Louises Hochzeitsbräuche aus Großbritannien

Die Hochzeitstorte

Die Tradition der Hochzeitstorte begann in England als Statussymbol und Ausdruck der Feier. Im England des Mittelalters wurden die Torten so hoch wie möglich aufgestockt. Braut und& Bräutigam mussten dann versuchen, sich direkt über der Torte zu küssen, und wenn ihnen das gelang, war das ein Zeichen dafür, dass sie eine gute Ehe führen würden!

Englische Hochzeitstorten werden normalerweise aus Früchtestollen gefertigt und, durch Säulen getrennt, übereinander gestapelt, während man in Amerika die einzelnen Torten direkt aufeinanderlegt. Im viktorianischen Zeitalter wurde dann die weiße Glasur als Symbol für Wohlstand und gesellschaftlichen Status hinzugefügt.

Heute entscheidet sich das jeweilige Brautpaar für den Geschmack und die Art der Torte, um persönliche Vorlieben und den eigenen Stil zu repräsentieren. Neben Käsekuchen und Buttercremetorten gibt es auch ganze Tische, die mit süßen Köstlichkeiten vollgestellt werden. Traditionell schneidet das Brautpaar die Torte gemeinsam an, um damit symbolisch auf ihre Verbindung und den Wunsch, immer füreinander da zu sein, hinzuweisen.

Louise und Gian (Großbritannien) schneiden die Hochzeitstorte an. Aufnahme des professionellen Hochzeitsfotografen Ross Harvey. Das Bild wurde mit einer D850 und dem AF-S NIKKOR 24–70 mm 1:2,8G ED-Objektiv aufgenommen.

Der Eröffnungstanz

Wir freuen uns schon alle auf den ersten Tanz des Hochzeitspaares, bei dem das Paar seine Liebe füreinander zum Ausdruck bringt. In früheren Zeiten stahl der Bräutigam seine Braut, um sie dann vor seinen Freunden rund um das Feuer zu wirbeln, bevor die eigentliche Zeremonie begann. Der Tanz gilt aber auch als Erinnerung an formelle Bälle, auf denen die Ehrengäste (in diesem Fall Braut und Bräutigam) den Tanz mit einem Walzer eröffneten. Heute entscheiden sich die meisten Paare eher für einen Song, der ihnen am Herzen liegt, als für den traditionellen Walzer. Dabei überraschen einige mutige Paare die Gäste sogar mit vorher einstudierten anspruchsvollen Choreographien.

Louise und Gian (Großbritannien) küssen sich bei ihrem Eröffnungstanz. Aufnahme des professionellen Hochzeitsfotografen Ross Harvey. Das Bild wurde mit einer D850 und dem AF-S NIKKOR 24–70 mm 1:2,8G ED-Objektiv aufgenommen.

Die Festreden

Auf britischen Hochzeiten gehören die Festreden oft zum Höhepunkt des Banketts. Die Gäste genießen die einzelnen Anekdoten und lachen und prosten den Rednern zu. Als Gastgeber obliegt es dem Vater der Braut, das Brautpaar mit der ersten Rede zu ehren. Oft werden dabei Erinnerungen an die Kindheit der Braut mit in die Rede eingeflochten, bevor er den Bräutigam in seiner Familie willkommen heißt und den anwesenden Gästen für ihr Erscheinen dankt. Dann dankt der Bräutigam der Familie der Braut, den Gästen und den Eltern, bevor er die Vorzüge seiner Angetrauten lobt und den Brautjungfern seinen Dank dafür ausspricht, dass sie seiner Frau so wunderbar zur Seite gestanden haben.

Die Ansprache des Trauzeugen ist in der Regel mit den meisten Pointen gespickt. Er darf einen Einblick in das Junggesellenleben des Bräutigams geben und erzählt dabei auch den einen oder anderen Witz, oft zulasten des Bräutigams. Wichtig ist es dabei, einen Ton zu treffen, der alle anspricht. Der niemanden beleidigt und dennoch unterhaltsam ist und am Ende als die beste Rede des Tages gilt.

Die britische Braut Louise lacht und weint während der Festreden auf ihrer Hochzeitsfeier. Aufnahme des professionellen Hochzeitsfotografen Ross Harvey. Das Bild wurde mit einer D850 und dem AF-S NIKKOR 24–70 mm 1:2,8G ED-Objektiv aufgenommen.